Endstation Gorleben?
Der Streit um den Atommüll

Es ist der umstrittenste Ort in Deutschland: Gorleben. Seit Herbst 2010 wird der Salzstock weiter auf seine Eignung als Endlager für hochradioaktiven Atommüll erkundet. Und zwar NUR dieser Salzstock, andere Orte werden nicht in Betracht gezogen. Dieser Film geht der Frage nach, warum die Politik sich so auf Gorleben beschränkt. Obwohl Bundesbehörden und Wissenschaftler für die Untersuchung weiterer Standorte plädieren, obwohl Karten mit alternativen Standorten längst vorliegen.

Ein Konzept für eine neue Suche wurde bereits von Umweltminister Jürgen Trittin in Auftrag gegeben, das strenge wissenschaftliche Kriterien aufstellt und eine umfassende Beteiligung der Bevölkerung vorsieht. Doch Karten und Konzept – alles liegt seit Jahren unbeachtet in den Schubladen der Ministerien, wird von zuständigen Politikern verschwiegen oder geleugnet.

Es ist höchste Zeit, dass Politiker hierzulande umsetzen, was ihre eigenen Fachleute seit Jahren vergeblich fordern: eine vergleichende Suche nach einem sicheren Endlager, transparent und bürgernah. Sonst wird Gorleben weiter auf Widerstand stoßen - und die Suche nach einem Endlager für den gefährlichsten Stoff der Welt endet in einer Sackgasse.
Im Auftrag des WDR

Buch und Regie: Sarah Zierul // Kamera: Harald Cremer // Ton: Tim Pattberg // Schnitt: Isabelle Albert // Musik: Thomas Wolter // Herstellungsleitung: Oliver Gontram //Produzent: Thomas Weidenbach // Redaktion: Barbara Schmitz //
Eine Produktion der LÄNGENGRAD Filmproduktion GmbH
Länge: 45 min, HD

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